{"id":2002,"date":"2020-10-25T17:49:06","date_gmt":"2020-10-25T16:49:06","guid":{"rendered":"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/?p=2002"},"modified":"2020-10-26T13:41:21","modified_gmt":"2020-10-26T12:41:21","slug":"22-10-2020-update-kosten-nicht-foerderfaehige-kosten-haben-sich-verdoppelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/?p=2002","title":{"rendered":"(26.10.20) Update Kosten: nicht f\u00f6rderf\u00e4hige Kosten haben sich verdoppelt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center\">[urspr\u00fcngliche Fassung vom 22.10.2020, am Ende erg\u00e4nzt am 25\/26.10.2020]<\/p>\n<hr \/>\n<p>Seit August 2020 wurde die \u00d6ffentlichkeit endlich h\u00e4ppchenweise \u00fcber eine Aktualisierung der Kostensch\u00e4tzung informiert. Wenig \u00fcberraschend wurde dargelegt, dass die Baukosten sich von 305 Mio. \u20ac auf voraussichtlich 426,4 Mio. \u20ac erh\u00f6hen w\u00fcrden. Gleichzeitig hie\u00df es beschwichtigend, die Baukosten w\u00fcrden nun mit 90 % gef\u00f6rdert, was angeblich zur Folge habe, dass die Stadt Wiesbaden sogar einen geringeren Eigenanteil als anfangs geplant f\u00fcr die Citybahn zahlen m\u00fcsse. Seit einer Ver\u00f6ffentlichung in der Online-Ausgabe des Wiesbadener Kuriers vom 19.10.2020 liegen nun auch aktuelle Zahlen zu den Baunebenkosten und den Fahrzeugbeschaffungen vor.<\/p>\n<p>In der nachfolgenden Grafik sind nochmals die urspr\u00fcnglich in 2016 kalkulierten gesamten Kosten der Inbetriebnahme dargestellt und zum besseren Vergleich die aktualisierten Kosten vom Oktober 2020 gegen\u00fcbergestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_2006\" style=\"width: 1452px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2006\" class=\"size-full wp-image-2006\" src=\"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-22-Grafik-Kostenvergleich-2016-2020.jpg\" alt=\"\" width=\"1442\" height=\"530\" srcset=\"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-22-Grafik-Kostenvergleich-2016-2020.jpg 1442w, https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-22-Grafik-Kostenvergleich-2016-2020-300x110.jpg 300w, https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-22-Grafik-Kostenvergleich-2016-2020-1024x376.jpg 1024w, https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-22-Grafik-Kostenvergleich-2016-2020-768x282.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1442px) 100vw, 1442px\" \/><p id=\"caption-attachment-2006\" class=\"wp-caption-text\">Copyright BI Mitbestimmung Citybahn<\/p><\/div>\n<p><strong>Fazit: Die Gesamtkosten der Inbetriebnahme sind um rund 66 % gestiegen, w\u00e4hrend sich die nicht f\u00f6rderf\u00e4higen Eigenanteile mehr als verdoppelt haben.<\/strong><\/p>\n<p>Merke: Es ist\u00a0<strong>nichts f\u00fcr die CityBahn GmbH und deren Gesellschafter billiger geworden<\/strong>, egal ob die F\u00f6rderquoten nun seit 2016 erh\u00f6ht wurden. F\u00fcr die F\u00f6rderf\u00e4higkeit gelten f\u00fcr beide Kalkulationen 2016 und 2020 deshalb identische Ma\u00dfst\u00e4be\/Quoten, weil es noch keine F\u00f6rderzusagen gibt.\u00a0 Jegliche F\u00f6rderzusagen k\u00f6nnen erst k\u00fcnftig (nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens) zu den dann ma\u00dfgeblichen Bedingungen erteilt werden.<\/p>\n<p>Die nicht f\u00f6rderf\u00e4higen Kosten der Inbetriebnahme, des laufenden Betriebs sowie die zu erwartenden Betriebsverluste m\u00fcssen sich die an der CityBahn GmbH beteiligten 3 Kommunen WI, MZ und RTK irgendwie aufteilen. Nach welchem genauen Schl\u00fcssel ist unbekannt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich nicht die zweckgebundenen F\u00f6rderbetr\u00e4ge, sehr wohl aber die\u00a0<strong>Eigenanteile w\u00fcrden den beteiligten Kommunen f\u00fcr z.B. die Schulsanierung fehlen<\/strong>.<\/p>\n<p>Zu den Kosten der Inbetriebnahme kommen sp\u00e4ter im laufenden Betrieb f\u00fcr mind. 30 Jahre noch\u00a0<strong>Erhaltungsinvestitionen<\/strong>\u00a0f\u00fcr die Gleise, Oberleitungen, Fahrzeuge etc. hinzu, die grunds\u00e4tzlich nicht gef\u00f6rdert werden. Erhaltungsinvestitionen laut Presseberichten mind. 1,7 Mio. \u20ac alleine f\u00fcr die Strecke, evtl. j\u00e4hrlich aber bis zu 22 Mio. \u20ac f\u00fcr die gesamte Infrastruktur inkl. Fahrzeuge.<\/p>\n<p><em>zus\u00e4tzliche Erl\u00e4uterungen zur Grafik:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Wir k\u00f6nnen nur die von der CityBahn GmbH ver\u00f6ffentlichten Zahlenwerke als Grundlage heranziehen und diese bewerten. Im Zweifel m\u00fcssen die Bef\u00fcrworter des Projekts und die von Ihnen beauftragten Fachplaner andere Zahlen liefern und diese auch belegen.\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>B 1 \u2013 Die F\u00f6rderquote soll nur in Hessen maximal 90 % betragen, f\u00fcr einen Teil der Baukosten in Rheinland-Pfalz w\u00e4re eine geringere Quote von voraussichtlich 85 % anzusetzen.<\/em><\/li>\n<li><em>B 2 \u2013 Wenn die 38 neuen Z\u00fcge der Citybahn keinen eigenen Betriebshof in Wiesbaden erhalten, sondern den vorhandenen in Mainz mitbenutzen sollen, dann scheint es naheliegend, dass der Mainzer Betriebshof f\u00fcr diese zus\u00e4tzlichen Z\u00fcge erweitert werden m\u00fcsste.<\/em><\/li>\n<li><em>B 3 \u2013 Die Baunebenkosten umfassen die Planungskosten der Architekten\/Ingenieure aber z.B. auch Geb\u00fchren, Genehmigungs- und Versicherungskosten. Alleine die Planungskosten, nicht aber die weiteren Baunebenkosten k\u00f6nnten nach einer Neufassung von \u00a7 4 Abs. 4 Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) unter bestimmten zus\u00e4tzlichen Voraussetzungen mit pauschal 10% der zuwendungsf\u00e4higen Bausumme gef\u00f6rdert werden. Problem: Die F\u00f6rderf\u00e4higkeit von Planungskosten gilt erst ab dem 01.01.2020, ein Teil der Planungskosten ist aber vorher schon entstanden und bezahlt worden (vermutlich 15, 5 Mio. \u20ac).<\/em><\/li>\n<li><em>B 4 \u2013 Die Kostensch\u00e4tzung aus 2016 betraf 26 schmale Standard-Z\u00fcge von 30 m zu je 3 Mio. \u20ac, nun sollen es aber 38 breitere Z\u00fcge von 35 m werden mit einem verdoppelten St\u00fcckpreis von 6 Mio. \u20ac. Theoretisch k\u00f6nnten die Anschaffungskosten f\u00fcr die Z\u00fcge auch noch gef\u00f6rdert werden (bis max. 60 %?), es gibt dazu aber bislang nur unverbindliche Aussagen.<\/em><\/li>\n<li><em>Weitere Umplanungen und Preissteigerungen bis zur etwaigen Fertigstellung\/Inbetriebnahme (2026?) w\u00e4ren sehr wahrscheinlich<b>!<\/b><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h4>erg\u00e4nzende Anmerkungen vom 25.\/26.10.2020 zu B 4:<\/h4>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn behauptet in einem Beitrag vom 24.10.2020 unter der rei\u00dferischen \u00dcberschrift <strong>&#8222;Fakt oder Fiktion: Verdreifachung der Fahrzeugkosten?&#8220;,<\/strong> bei der Bezeichnung der Anschaffungskosten f\u00fcr die Fahrzeuge im Wiesbadener Kurier (online) vom 22.10.2020 habe es einen Tippfehler in der Kostengrafik gegeben, der Betrag d\u00fcrfe nicht auf 228 Mio. \u20ac, sondern m\u00fcsse richtig auf 114 Mio. \u20ac lauten, weil es bei den St\u00fcckkosten von 3 Mio. \u20ac pro Fahrzeug aus der Machbarkeitsuntersuchung 2016 geblieben sei. Die falschen Zahlen habe unsere B\u00fcrgerinitiative kritiklos ohne Nachfrage \u00fcbernommen. Weiter hei\u00dft es, die Z\u00fcge seien jetzt auch nicht in einer breiteren Version eingeplant als 2016, denn in der Machbarkeitsuntersuchung sei auch schon eine Fahrzeugbreite vom 2,65 m genannt.<\/p>\n<p>Sowohl die Wahl der \u00dcberschrift, als auch der Inhalt des Beitrags vom 24.10.2020 sind typisch f\u00fcr die &#8222;destruktiven Strategien&#8220; der B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn, deren eigenen fragw\u00fcrdigen Umgang mit den Fakten und deren unertr\u00e4gliche \u00dcberheblichkeit.<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst w\u00e4re richtiger und alleiniger Adressat f\u00fcr den Vorwurf eines Fehlers bzw. einer Falschmeldung der Wiesbadener Kurier, denn er hat in seiner Online-Ausgabe am 19.10.2020 diese Grafik ver\u00f6ffentlicht:<\/p>\n<div id=\"attachment_2178\" style=\"width: 790px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2178\" class=\"wp-image-2178 size-full\" src=\"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-19-WK-online-Leubner-Kosten-der-CB-cut.jpg\" alt=\"\" width=\"780\" height=\"680\" srcset=\"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-19-WK-online-Leubner-Kosten-der-CB-cut.jpg 780w, https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-19-WK-online-Leubner-Kosten-der-CB-cut-300x262.jpg 300w, https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/2020-10-19-WK-online-Leubner-Kosten-der-CB-cut-768x670.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><p id=\"caption-attachment-2178\" class=\"wp-caption-text\"><em>Wiesbadener Kurier online (Plus-Artikel) vom 19.10.2020 &#8222;Fakten zur Citybahn: Die Kosten<\/em><\/p><\/div>\n<p>Als erstes f\u00e4llt auf, dass die CityBahn GmbH auf ihrer Webseite bis zum heutigen Tag gar keine vollst\u00e4ndigen Zahlen zu den gesamten Projektkosten ver\u00f6ffentlicht hat. Die Citybahn wird dort bewusst sch\u00f6n gerechnet (&#8222;Fake?&#8220;), indem nur die Sch\u00e4tzungen f\u00fcr die reinen Infrastrukturkosten bzw. den Bau des Fahrwegs ver\u00f6ffentlicht werden. Diese Unvollst\u00e4ndigkeit und Unredlichkeit haben wir stets geb\u00fchrend ger\u00fcgt. Dies hat jedoch bis zum 19.10.2020 speziell beim Wiesbadener Kurier nie jemanden gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>Erstmalig am 19.10.2020 hat der Wiesbadener Kurier &#8211; im kostenpflichtigen und daher nur beschr\u00e4nkt zug\u00e4nglichen Teil der Online-Ausgabe &#8211; das Ergebnis gesonderter Recherchen zu den Baunebenkosten, den Fahrzeugkosten und den Unterhaltungsinvestitionen ver\u00f6ffentlicht und mit obiger Grafik unterlegt.<\/p>\n<p>Wenn der Betrag von 228 Mio. \u20ac f\u00fcr die Anschaffungskosten der Fahrzeuge falsch ist, dann w\u00e4re zu fragen, wo der angebliche Fehler genau lag. M\u00f6glicherweise hat die CityBahn GmbH sich geirrt und auf Nachfrage des Wiesbadener Kuriers falsche Zahlen geliefert. M\u00f6glicherweise liegt der Fehler aber auch nur intern beim Wiesbadener Kurier.<\/p>\n<p>Wenn sich jemand hier Vorw\u00fcrfe wegen unterlassener Nachpr\u00fcfung der Zahl von 228 Mio. \u20ac gefallen lassen muss, dann ist es der Wiesbadener Kurier. Es ist Aufgabe eines Journalisten die Richtigkeit von Angaben im Zweifel zu hinterfragen oder mittels anderer Quellen zus\u00e4tzlich zu pr\u00fcfen. Hat die Zeitung selbst einen Fehler gemacht, so hat sie dies einzur\u00e4umen und sich zu den Gr\u00fcnden erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Eine offizielle Richtigstellung, Erkl\u00e4rung (Tippfehler?) oder gar Entschuldigung f\u00fcr eine Falschinformation ist uns unbekannt, insbesondere kennen wir keine entsprechende Presseerkl\u00e4rung der CityBahn GmbH, mit welcher sie sich gegen eine falsche Berichterstattung gewehrt h\u00e4tte. Da sich die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn ja offenbar (wieder einmal) zum F\u00fcrsprecher der CityBahn GmbH macht, m\u00f6ge sie auch f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Erkl\u00e4rung, Richtigstellung und\/oder Entschuldigung durch die CityBahn GmbH Sorge tragen.<\/p>\n<p>Sobald es eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe und offizielle Richtigstellung gibt wird unser Zahlenwerk v\u00f6llig unverbindlich \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn erhebt gebetsm\u00fchlenartig Vorw\u00fcrfe an die Kritiker der Citybahn, diese w\u00fcrden mit falschen Zahlen arbeiten. In diesem Zusammenhang werden st\u00e4ndig Begriffe wie &#8222;Fake News&#8220; oder auch ausdr\u00fccklich &#8222;L\u00fcge&#8220; verwendet. Wenn aber nun die Citybahn GmbH \u00fcber den Wiesbadener Kurier bestimmte falsche Zahlen verbreiten lassen w\u00fcrde oder wenn der Wiesbadner Kurier selbst falsche Berechnungen angestellt haben sollte, die vor der Ver\u00f6ffentlichung ungepr\u00fcft blieben, w\u00e4re dann die obige Grafik vom 19.10.2020 also zumindest fahrl\u00e4ssige &#8222;Fake News&#8220; gewesen?\u00a0 Nimmt man die CityBahn GmbH oder auch den Wiesbadener Kurier f\u00fcr angebliche Fehler in Schutz, dann m\u00fcsste man konsequenterweise auch bei Fehlern der Gegner der Citybahn einmal nachsichtig sein. Aber nein, es geht der B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn nur darum, das eigene Feindbild wach zuhalten und eben auf<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Nachsicht f\u00fcr Fehler darf festgestellt werden, dass die CityBahn GmbH \u00fcber viele Monate nicht fahrl\u00e4ssig, sondern bewusst &#8222;Fake&#8220; auf der eigenen Webseite verbreitet hat und zwar zu den angeblichen Kapazit\u00e4ten der Citybahn-Fahrzeuge.<\/p>\n<div id=\"attachment_383\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-383\" class=\"wp-image-383 size-large\" src=\"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-03-09-Citybahn-480-Personen-1024x722-1024x722.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"494\" srcset=\"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-03-09-Citybahn-480-Personen-1024x722.png 1024w, https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-03-09-Citybahn-480-Personen-1024x722-300x212.png 300w, https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-03-09-Citybahn-480-Personen-1024x722-768x542.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-383\" class=\"wp-caption-text\"><em>Grafik CityBahn GmbH vom 09.03.2018<\/em><\/p><\/div>\n<p>Mittlerweile wird im Webauftritt der CityBahn GmbH nur noch eine Kapazit\u00e4t von 440 Personen genannt. Doch oh Wunder, bei der Streaming-Informationsveranstaltung des Wiesbadener Kurier vom 20.10.2020 erkl\u00e4rte der Vertreter der CityBahn GmbH, die genaue Ausstattung und Beschaffenheit der Fahrzeuge sei noch nicht bekannt, man kalkuliere mit einer Kapazit\u00e4t von 200 x 2 = 400 Fahrg\u00e4sten in Doppeltraktion.<\/p>\n<p>Da fragt man sich, was man der CityBahn GmbH noch glauben kann und was &#8222;Fake&#8220; ist. Aber das interessiert die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>4.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn verkennt in ihrem blinden Eifer zur Verteidigung des Projekts Citybahn immer wieder aufs Neue, dass die Bef\u00fcrworter eine Bringschuld f\u00fcr korrekte Zahlen haben. Sie m\u00fcssen sagen, was der Spa\u00df kosten w\u00fcrde und dies nicht nur behaupten, sondern nachweisen oder zumindest nachpr\u00fcfbar machen.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn stellt die blo\u00dfe Behauptung auf, die nunmehr ben\u00f6tigten 38 Fahrzeuge der Citybahn w\u00fcrden, wie in 2016 gesch\u00e4tzt, immer noch 3 Mio. \u20ac pro St\u00fcck kosten. Das ist zu bestreiten. Bei dieser Behauptung handelt es sich mit Verlaub sogar um bewusste &#8222;Fake News&#8220;.<\/p>\n<p>In der Machbarkeitsuntersuchung vom November 2016 war die Rede von 30 m langen Fahrzeugen. Unbestritten sollen nun aber 35 m lange Z\u00fcge zum Einsatz kommen. Wie kann es sein, dass um 1\/6 gr\u00f6\u00dfere Z\u00fcge den gleichen Betrag kosten sollen? Das ist nicht schl\u00fcssig.<\/p>\n<p>Die aktuellen Standard-Z\u00fcge der Mainzelbahn (&#8222;Variobahn&#8220;) mit rund 30 m L\u00e4nge haben eine Fahrzeugbreite von 2,30 m. Bekanntlich soll die Citybahn an das Mainzer Stra\u00dfenbahnnetz angeschlossen werden. Die Fahrzeugbreite f\u00fcr die Fahrzeuge der Citybahn war in der Machbarkeitsuntersuchung vom November 2016 nicht explizit genannt, sondern es war die Breite des &#8222;Lichtraums&#8220; mit 2,65 angegeben worden. Wenn hier das Lichtraumprofil gemeint w\u00e4re, dann w\u00fcrde dies ein Umgrenzungsprofil meinen, d.h. einen Bereich, den die Fahrzeuge bei den \u00fcblichen seitlichen Bewegungen w\u00e4hrend der Fahrt auf der Schiene und insbesondere in Kurven nicht ber\u00fchren d\u00fcrften. Wenn diese Annahme stimmt, dann k\u00f6nnen die Fahrzeuge in 2016 nicht mit 2,65 Breite geplant gewesen sein. Wer die forsche Behauptung des Gegenteils aufstellt, der muss dies nachweisen oder zumindest plausibel machen.<\/p>\n<p>Dass die Preise f\u00fcr Stra\u00dfenbahnfahrzeuge von 2016 bis 2020 stabil geblieben seien, h\u00f6rt sich ebenfalls nicht schl\u00fcssig an. Oder verkaufen sich Stra\u00dfenbahnen trotz des angeblichen europaweiten Booms solcher Fahrzeuge mittlerweile doch nicht mehr so gut, dass die Preise \u00fcber 4 Jahre stabil geblieben bzw. f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere und l\u00e4ngere Fahrzeuge sogar gefallen sind?<\/p>\n<p>Die Bef\u00fcrworter der Citybahn haben bis zum heutigen Tag nicht mit einem einzigen Beleg untermauert, worauf sich ihre Behauptung des angeblich auch 2020 noch ma\u00dfgeblichen St\u00fcckpreises von 3 Mio. \u20ac eigentlich st\u00fctzen soll. Haben das die Vertreter der Planungsgemeinschaft oder der CityBahn GmbH etwa treuherzig m\u00fcndlich gegen\u00fcber der B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn so erkl\u00e4rt? Oder gibt es irgendetwas schriftliches? Oder ist es einfach nur so, dass die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn keine anderen Quellen als die Machbarkeitsuntersuchung 2016 benennen kann?<\/p>\n<p>Die Bef\u00fcrworter sollen ihre unbewiesenen Behauptungen zu St\u00fcckkosten von 3 Mio. \u20ac belegen oder wenigstens nachpr\u00fcfbar machen und zwar bittesch\u00f6n hochgerechnet f\u00fcr 6 Jahre zum Datum der etwaigen Inbetriebnahme und der ersten\/fr\u00fchesten\u00a0 Fahrzeuganschaffungen in 2026. Daf\u00fcr m\u00fcssten schon halbwegs aktuelle Preislisten oder besser noch pr\u00fcfbare Angebote eines Herstellers f\u00fcr solche Z\u00fcge von 2,65 m Breite und 35 m L\u00e4nge im Zweirichtungsbetrieb vorgelegt werden. Der Hinweis auf die in 2019 erfolgte Bestellung von neuen Stra\u00dfenbahnen von 45 m L\u00e4nge in Dresden f\u00fcr 4,2 Mio. \u20ac pro St\u00fcck ist vollkommen untauglich, da diese Fahrzeuge eine andere Spurweite aufweisen. Au\u00dferdem ist unklar, ob diese Fahrzeuge solche f\u00fcr den Zweirichtungsbetrieb sind.<\/p>\n<p>Solange die B\u00fcrgerinitiative Pro Citybahn keine nachpr\u00fcfbaren Unterlagen vorlegt, muss sie sich vorhalten lassen, ins blaue hinein und ungepr\u00fcft bestimmte St\u00fcckkosten zu behaupten und wenigstens billigend in Kauf zu nehmen, dass die wirklichen Fahrzeugkosten deutlich h\u00f6her w\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[urspr\u00fcngliche Fassung vom 22.10.2020, am Ende erg\u00e4nzt am 25\/26.10.2020] Seit August 2020 wurde die \u00d6ffentlichkeit endlich h\u00e4ppchenweise \u00fcber eine Aktualisierung der Kostensch\u00e4tzung informiert. Wenig \u00fcberraschend wurde dargelegt, dass die Baukosten sich von 305 Mio. \u20ac auf voraussichtlich 426,4 Mio. \u20ac erh\u00f6hen w\u00fcrden. 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