{"id":855,"date":"2017-10-24T18:46:37","date_gmt":"2017-10-24T16:46:37","guid":{"rendered":"http:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/?p=855"},"modified":"2018-12-20T12:43:42","modified_gmt":"2018-12-20T11:43:42","slug":"24-10-2017-presseartikel-im-wiesbadener-kurier-mehr-geld-fuer-eswe-verkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/?p=855","title":{"rendered":"24.10.2017 \u2013 Presseartikel im Wiesbadener Kurier: mehr Geld f\u00fcr ESWE Verkehr"},"content":{"rendered":"<p>Wie der Wiesbadener Kurier unter Berufung auf eine vertrauliche Magistratsvorlage berichtet, ben\u00f6tige die defizit\u00e4re ESWE Verkehr in den n\u00e4chsten Jahren deutlich h\u00f6here Zusch\u00fcsse von der Stadt. Als erstes m\u00fcssten bis zum Jahr 2022 die j\u00e4hrlichen Zusch\u00fcsse von 21,7 Mio \u20ac um 2,5 Mio \u20ac auf 24,2 Mio \u20ac erh\u00f6ht werden, haupts\u00e4chlich um die gestiegenen Personalkosten abdecken zu k\u00f6nnen. W\u00fcrden dagegen die Gro\u00dfprojekte <em>Umstellung auf E-Busse<\/em> , <em>Bau der Citybahn<\/em> und <em>Fahrradmietsystem<\/em> realisiert, so steige der Zuschussbedarf im Jahr 2018 zus\u00e4tzlich um weitere 3,5 Mio \u20ac, in 2020 um \u20ac 7,8 Mio \u20ac und in 2022 um 11,3 Mio \u20ac, was sich auf einen Mehrbedarf von insgesamt 41,1 Mio \u20ac bis zum Jahr 2022 addiere. Zahlen f\u00fcr die Zeit ab 2022 seien in der Magistratsvorlage nicht genannt.<\/p>\n<h5 style=\"padding-left: 30px\"><span style=\"color: #800000\">Kommentar:<\/span><\/h5>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><span style=\"color: #800000\">Die genannten Zahlen sind einstweilen f\u00fcr das Projekt Citybahn nicht nachvollziehbar, denn es ist unbekannt, wie sich die beschriebenen Mehrkosten im Einzelnen auf die drei Gro\u00dfprojekte verteilen sollen. Zu bef\u00fcrchten ist allerdings, dass ESWE Verkehr in Bezug auf die Citybahn die Kostenkalkulation aus der Machbarkeitsstudie 2016 zugrunde gelegt hat, deren Richtigkeit aus vielen Gr\u00fcnden schon zu bezweifeln ist (vgl. <a style=\"color: #007acc\" href=\"http:\/\/mitbestimmung-citybahn.de\/mitbestimmung\/?page_id=32\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Belastung des st\u00e4dtischen Haushalts<\/a>). Zu bef\u00fcrchten ist vor allem, dass die Berechnungen von ESWE Verkehr die Mehrkosten f\u00fcr die zwischenzeitlich bereits beauftragten zus\u00e4tzlichen Untersuchungen zu weiteren Streckenvarianten der Citybahn nicht einschlie\u00dfen. Schlimmer noch: Da momentan die genaue Trassenf\u00fchrung (\u00fcber Biebrich oder \u00fcber Wiesbaden Ost) unklar ist, kann gar nicht seri\u00f6s abgesch\u00e4tzt werden, wie teuer die Citybahn dann tats\u00e4chlich eines Tages alleine in ihrem 1. Planungsabschnitt wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><span style=\"color: #800000\">Sicher ist aber, dass sich die notwendigen st\u00e4dtischen Zusch\u00fcsse f\u00fcr die Citybahn auf Grundlage der (\u00fcberholten?) Machbarkeitsstudie 2016 und <strong>alleine f\u00fcr die Teilstrecke zwischen der FH und der Theodor-Heuss-Br\u00fccke<\/strong> zun\u00e4chst auf Infrastruktur-Baukosten von 149 Mio \u20ac erstrecken m\u00fcssten, von denen 12,5 % = 18,63 Mio \u20ac nicht aus Bundes- oder Landesmitteln \u00fcbernommen werden k\u00f6nnten. Auf diese 18,63 Mio \u20ac f\u00fcr reine Baukosten sind aber noch die nicht f\u00f6rderf\u00e4higen Planungskosten von 19 % aus 149 Mio \u20ac, d.h. weitere 28,31 Mio \u20ac aufzuschlagen. Damit nicht genug: Es m\u00fcssten noch f\u00fcr 6 Mio \u20ac der ESWE Betriebshof erweitert und zumindest ein gro\u00dfer Teil der Fahrzeuganschaffungskosten\u00a0bezahlt werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><span style=\"color: #800000\">Betrachtet man aber nur die nicht f\u00f6rderf\u00e4higen Bau- und Planungskosten von 46,93 Mio \u20ac, so ergibt sich bereits, dass die von ESWE Verkehr angemeldeten h\u00f6heren Zusch\u00fcsse von 41,1 Mio \u20ac bis 2022 nicht stimmen und nicht einmal f\u00fcr das Projekt Citybahn ausreichen k\u00f6nnten. Wenn die Citybahn erst ab 2022 durch Wiesbaden rollen soll, dann k\u00f6nnten Einnahmen aus deren Betrieb ja auch nicht vor 2022 flie\u00dfen und die Defizite von ESWE Verkehr reduzieren. Dass die Citybahn nach ihrer Fertigstellung aber \u00fcberhaupt betriebswirtschaftlich kostendeckend betrieben werden k\u00f6nnte, behauptet nicht einmal ESWE Verkehr. Sp\u00e4testens ab der ersten Fahrt der Citybahn w\u00fcrden jedenfalls auf ESWE Verkehr und damit auf die Stadt die Kosten der laufenden Wartung und Unterhaltung der Fahrwege und Z\u00fcge zukommen, die dann weder von Bund, noch vom Land subventioniert werden k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><span style=\"color: #800000\">Nur der Deutlichkeit\u00a0halber: Unsere obigen \u00dcberlegungen zu den notwendigen st\u00e4dtischen Zusch\u00fcssen an ESWE Verkehr beziehen sich nur auf den bisherigen 1. Planungsabschnitt und die 2016 kalkulierten Kosten. W\u00fcrde die Citybahn bis zur Stadtgrenze nach Klarenthal bzw. Kohlheck oder gar in weitere Stadtteile gebaut, wie es ja geplant ist, dann k\u00e4men noch deutliche h\u00f6here Bau- und Planungskosten ins Spiel. Und dass generell solche Kosten steigen k\u00f6nnten, ist allgemein bekannt.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><span style=\"color: #800000\">Sehr schade ist es ansonsten, dass der Wiesbadener Kurier nun schon wieder das irref\u00fchrende Foto vom 13.10.2017 verwendet hat.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der Wiesbadener Kurier unter Berufung auf eine vertrauliche Magistratsvorlage berichtet, ben\u00f6tige die defizit\u00e4re ESWE Verkehr in den n\u00e4chsten Jahren deutlich h\u00f6here Zusch\u00fcsse von der Stadt. 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