Bürgerentscheid CityBahn Wiesbaden – Website der Bürgerinitiative Mitbestimmung Citybahn

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Lieber Webseiten-Besucher,
vielleicht ist Ihnen aufgefallen, daß andere Webseiten rund um die CityBahn schöner und aufwändiger gestaltet sind als unsere.
Wir engagieren uns alle in unserer Freizeit und haben keine sechsstelligen Budgets für “Kommunikation” oder sonstige Sponsoren zur Verfügung. Es ist traurig genug, daß Bürger Aufgaben erledigen müssen, für die es eigentlich Organisationen oder Strukturen geben sollte, die direkt oder indirekt von unseren Steuergeldern finanziert werden. Die Zeit und Energie, die wir haben, stecken wir lieber in Sacharbeit als in schöne Bilder.

Das Vorhaben Citybahn ist eine Stadtbahn, welche 2-gleisig auf einem größtenteils eigenen, baulich von der Straße abgetrennten Doppel-Gleisbett von etwa 6m Breite mit 60m langen Doppel-Zügen von Mainz bis Bad Schwalbach – durch die Innenstadt von Wiesbaden – auf insgesamt ca. 34 km fahren soll.

Wenn bei einem derartig drastischen Eingriff in das Stadtbild von Wiesbaden, in den Individualverkehr (mit direkten Folgen für den Einzelhandel, die Wirtschaft, das Handwerk und die Anwohner) und den kurz- und langfristigen finanziellen Folgen kein Grund für eine echte Bürgerbeteiligung an der Wahlurne besteht, wann dann?

Unsere Bürgerinitiative nimmt u.a. folgende Standpunkte ein:

Eine Citybahn wird in Wiesbaden nicht gebraucht, denn sie

  • beruht lediglich auf parteipolitischen Wünschen und nicht etwa auf Sachargumenten oder Sachzwängen
  • bringt nichts für saubere Luft / Luftreinhaltung, was nicht auch emissionsfreie Busse schon viel früher und preiswerter leisten können
  • würde schon deshalb keine kurzfristige Entlastung der Umwelt bewirken und ein drohendes Dieselfahrverbot aufhalten können, weil sie frühestens 2022, vermutlich aber erst viel später ihren Betrieb aufnehmen kann
  • ist eben nicht alternativlos, denn der 50 Jahre alte Netzplan für den Busverkehr mit seinen sternförmigen Linien in die Innenstadt könnte überarbeitet und teilweise durch ringförmige Linien ergänzt und ausgeweitet werden; nicht jeder Fahrgast will oder muss in die Innenstadt
  • wird von ESWE Verkehr / Citybahn GmbH mit höchst zweifelhaften Passagierkapazitäten begründet. Eine Stadtbahn kann nur deshalb mehr Personen befördern, weil sie 30m bzw. als Doppelzug 60m lang ist; mehrere Busse im Konvoi könnten bei 60 m langen Haltstellen mindestens genauso viele Personen befördern
  • verkehrt im geplanten „1. Baustein“ gar nicht dort, wo Wiesbaden hauptsächlich wächst, z.B. im Wiesbadener Osten
  • wird in der Innenstadt den begrenzten Straßenraum, auch zu Lasten von emissionsfreien Fahrzeugen sowie Fahrrädern und Radwegen, verknappen
  • hat im Hinblick auf flexible autonome Systeme deshalb keine Zukunft, weil sie an Schienen und Fahrpläne gebunden ist und niemanden zu beliebigen Zeiten von Haus zu Haus bringen kann
  • ist als starres Schienensystem besonders störanfällig bei Gleisblockaden oder Schäden an Stromleitungen
  • wäre ohne Subventionen aus Steuermitteln von Bund und Land zu Lasten anderer sinnvollen, flexiblen Verkehrsprojekten gar nicht realisierbar
  • ist von der Mehrheit der Wiesbadener u.E. nicht gewünscht, denn 2/3 der Bürger/innen sind laut einer Umfrage aus 2016 mit dem ÖPNV sehr zufrieden

Das erwartet uns mit dem Bau einer Citybahn in Wiesbaden:

Eigener Gleiskörper:

  • für die Citybahn wird auf mind. 90 % der Strecke ein eigenes ca. 6m breites Schotter-Gleisbett mit Oberleitungen durch die Stadt verlegt und ist somit für andere Verkehrsteilnehmer nicht befahrbar
  • Platz für 60m lange Haltestellen muss geschaffen werden
  • alter Baumbestand wird entfernt (u.a. Biebricher Allee, Klarenthaler Straße, Rheinstraße)
  • ein Überqueren der Citybahngleise ist nur an ausgewählten Stellen möglich
  • der Gleiskörper behindert Pflege- und Rettungsdienste sowie Anlieferungen und Anlieger

Wegfall von Bushaltestellen:

  • entlang der Strecke der Citybahn entfallen ca. 50% der Bushaltestellen
  • längere Fußwege: statt alle 300m (Bushaltestellen), wie im Nahverkehrsplan der Stadt Wiesbaden festgelegt, zukünftig ca. 600m (Citybahn Haltestelle)

Wegfall von Pkw Stellplätzen und PKW-Spuren:

  • alle PKW Stellplätze im Bereich der Haltestellen der Citybahn entfallen
  • gleiches gilt am Mittelstreifen der Rheinstraße
  • an der Ringkirche soll ein verkehrsberuhigter Platz ohne Autoverkehr und ohne Parkplätze entstehen:
    • wo parken die Anwohner?
    • wie kommen diese zu ihren Wohnungen (z.B. zum Be- und Entladen) oder zu den Arztpraxen?
    • wohin wird sich der Durchgangsverkehr dann im Rheingauviertel verlagern?
  • maximal noch 1 Fahrspur in jede Richtung z.B. auf der Biebricher Allee
  • die Bahnhofstraße wird für den Durchgangsverkehr gesperrt

Lärm, Feinstaub, Emissionen, Verkehrschaos:

  • zusätzlicher und ständiger Lärm (sowohl beim Bau als auch im Betrieb) durch die Citybahn
  • jahrelanges Verkehrschaos durch den Bau
  • erhöhte Emission und Abgase durch den nachfolgenden Dauerstau

Theodor-Heuss-Brücke:

  • der Verkehrsstau wird zunehmen: die Citybahn soll auf der Brücke „im Verkehr mitschwimmen“
  • keine Citybahn-Haltestelle im Bereich des Brückenkopfes: längerer Fußweg beim Umsteigen

Kosten für die Wiesbadener Bürger:

Der geplante Bau der Citybahn belastet selbst bei unterstellter Subventionierung die Stadt mit nicht förderfähigen Planungs-, Fahrzeugbeschaffungs- sowie Wartungs- und Unterhaltungskosten mit Hunderten von Millionen € und bindet Wiesbaden finanziell für Jahrzehnte, in den nächsten Jahren vermutlich mit mehr als 100 Mio. €.

Wir wollen deshalb einen Bürgerentscheid über die Frage:

“Soll eine Citybahn in Wiesbaden realisiert werden? JA oder NEIN”


Wenn Sie Mitglied in unserer Initiative und über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden möchten schicken Sie uns eine email mit Ihrem Namen und Anschrift an info@mitbestimmung-citybahn.de. 

Unser aktueller Flyer steht HIER zum Download bereit.


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